Über 130 Jahre Unternehmenstradition der Buchbinderei und Bildeinrahmung Baur in Falkensee

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Mit Stolz blicken wir auf das zurück, was wir in nunmehr über 130 Jahren geschaffen haben. Hinter uns liegt eine wechselhafte Geschichte mit vielen gemeisterten Herausforderungen und Neuerungen. Gern erzählen wir Ihnen ein bisschen davon.

Die Anfangsjahre

Franz Stampa erblickte 1844 in Demmin, Mecklenburg-Vorpommern, das Licht der Welt. In Stettin erlernte er das Buchbinderhandwerk und begab sich 1863 auf die Wanderschaft, um seinen Meistertitel zu erwerben. Nach vielen Stationen erreichte er in lnterlaken den Scheitelpunkt seiner Wanderjahre und kehrte 1868 in die Heimat zurück. Er ließ sich in Berlin nieder und eröffnete 1877 ein eigenes Geschäft als Buchbinderei sowie eine Kartonfabrik. Er begann mit der Fertigung von Musterkarten für Textilien und Wolle. Der Firmengründer verstarb 1896, und sein Schwiegersohn Peter Baur übernahm als Erster Geselle die Führung des Unternehmens. Peter Baur erwarb seinen Buchbinder-Meistertitel 1902. Seine beiden Söhne aus der Ehe mit Helene Stampa, Hubert und Bernhard legten ebenfalls ihre Meisterprüfung ab. Der Inhaber und seine Söhne arbeiteten bald zusammen mit einem Angestellten. Die Kriegsjahre waren auch für die Buchbinderei Baur sehr schwer. Der Inhaber Hubert Baur wurde zum Militärdienst herangezogen und verschwand spurlos. Sein Bruder Bernhard führte das Unternehmen weiter. Da er keine Gewerbegenehmigung für den Ostteil Berlins erhielt, musste das Unternehmen ins Umland ausweichen. Mit viel Herzblut und harter Arbeit führte er den Betrieb dort weiter. Die Nachfrage nach gebundenen Büchern war sehr groß, und bald gehörten auch Staats- und Kreisverwaltungen zur Kundschaft.

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Der Betrieb bis zum Fall der Mauer

Der Firmeninhaber, seine Frau, die gelernte Buchbinderin Tochter Ursula, sowie zwei Hilfskräfte und zeitweilig bis zu drei weibliche Auszubildende waren in der Buchbinderei tätig. Nach dem unerwarteten Tod Bernhards ging die Leitung der Firma zeitweise an seine Frau über.

Mit Beginn des Jahres 1961 startete die vierte Generation der Buchbinderei Baur unter Leitung von Klaus Bernhard Baur in Nauen, Bezirk Potsdam.

Sechs Jahre später siedelte die Firma nach Falkensee über. Es ging weiter aufwärts, und die bessere Anbindung an einen größeren Kundenkreis wirkte sich positiv auf die Geschäfte aus. Mehr und mehr Aufträge für Universitäten, Hochschulen und Fachbücher folgten.

Auch innerhalb der unternehmerischen Beschränkungen durch die DDR fand die Firma ihren Weg.


In gemeinsamer harter Arbeit leiteten Klaus Bernhard und seine Frau Hannelore das Unternehmen. Ihr Sohn Guido erwarb ebenfalls den Meistertitel.

Mit dem Fall der Mauer begann für den Familienbetrieb die harte Zeit des uneingeschränkten Wettbewerbs im Handwerk und vieler Umbrüche.

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Überleben in der freien Marktwirtschaft

Trotz großer Herausforderungen führte die Familie das Unternehmen erfolgreich weiter. Nach und nach wurden die gemieteten Räume und weiteres Betriebsgelände gekauft. 1999 verstarb Klaus B. Baur und Hannelore Baur leitete das Unternehmen noch bis zum Jahr  2015 weiter.
Ab 2016 übernahm Guido mit seiner Frau Petra Baur das Unternehmen.